Wanderurlaub Österreich
previous arrow
next arrow

Sonne im Hochgebirge: Was bei Bergtouren in Österreich wirklich zählt

Kaum ein Element prägt eine Wanderung so sehr wie das Licht. Wer im Sommer bei einem Wanderurlaub in den österreichischen Alpen unterwegs ist, merkt schnell, dass die Sonne dort anders wirkt als im Tal. Schon nach den ersten Höhenmetern fühlt sich die Haut wärmer an, die Augen ermüden schneller und die Konzentration lässt nach, wenn man nicht rechtzeitig vorsorgt. Wer schon einmal in den Hohen Tauern oder in den Kitzbüheler Alpen oberhalb der Baumgrenze unterwegs war, kennt dieses Gefühl der ungefilterten Helligkeit nur zu gut. Ein genauer Blick darauf, was Sonne und Höhe mit dem Körper machen, lohnt sich deshalb vor jeder größeren Tour.

Warum die Sonne am Berg intensiver wirkt

Mit jedem Höhenmeter nimmt die schützende Wirkung der Atmosphäre ab. Die Luft wird dünner, enthält weniger Staub und Wasserdampf, wodurch ultraviolette Strahlung deutlich ungefilterter auf die Haut trifft. Fachleute gehen davon aus, dass die UV Belastung pro tausend Höhenmeter um etwa zehn Prozent zunimmt. Wer von einem Tal auf achtzehnhundert Meter aufsteigt, setzt sich also messbar stärkerer Strahlung aus, selbst wenn die gefühlte Temperatur mild bleibt und ein leichter Wind für Abkühlung sorgt. Wolken täuschen dabei häufig über die tatsächliche Belastung hinweg, denn ein Großteil der UV Strahlung durchdringt eine dünne Wolkendecke fast ungehindert.

Optische Sonnenbrillen zum Wandern

Schnee und Fels als zusätzliche Reflexionsflächen

Auf Altschneefeldern oder hellem Kalkgestein, wie sie in vielen österreichischen Wandergebieten vorkommen, wird die Strahlung zusätzlich reflektiert. Dadurch kann die tatsächliche Belastung deutlich höher ausfallen, als der reine UV Index vermuten lässt. Besonders in den Kalkalpen, wo helles Gestein das Licht förmlich zurückwirft, wird dieser Effekt häufig unterschätzt. Wer vorab informiert sein möchte, kann die aktuelle UV Vorhersage für die Region einsehen und die Tour entsprechend planen.

Was das für den Körper bedeutet

Neben der Haut reagiert vor allem der Kreislauf empfindlich auf die Kombination aus Anstrengung, Höhe und Wärme. Wer zu wenig trinkt oder das Tempo nicht an die Steigung anpasst, merkt die Folgen oft erst spät, etwa in Form von Kopfschmerzen oder Schwindel. Als grobe Richtschnur gilt ein halber Liter Flüssigkeit pro Stunde Gehzeit, an heißen Tagen gerne auch mehr. Regelmäßige Pausen, ausreichend Flüssigkeit und ein Tempo, bei dem noch ein Gespräch möglich ist, gehören deshalb zu den wichtigsten Grundregeln jeder Bergtour. Wer sich unsicher ist, welche Ausrüstung für die geplante Route sinnvoll ist, findet dazu hilfreiche Hinweise zur passenden Wanderausrüstung für Bergtouren.

Augen und Haut brauchen besonderen Schutz

Was für die Haut gilt, betrifft die Augen in ähnlichem Maß. Ungeschützt kann intensive Höhensonne zu Rötungen, tränenden Augen oder im Extremfall zu einer schmerzhaften Hornhautentzündung führen, die unter Bergsteigern auch als Schneeblindheit bekannt ist. Eine gute Sonnenbrille mit ausreichendem UV Filter gehört deshalb ebenso in den Rucksack wie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe. Wer ohnehin eine Sehhilfe trägt, muss beim Wandern nicht auf klare Sicht verzichten, denn Sonnenbrillen mit Sehstärke lassen sich mittlerweile bei den Fachleuten von eyes and more anfertigen, die auf individuell angepasste Gläser spezialisiert sind. So bleibt der Blick auf Gipfel und Täler scharf, ohne dass die Augen unter der Belastung leiden.

Sonnenbrille für Ihren Wanderurlaub

Die richtige Vorbereitung zählt mehr als Tempo

Eine Tour beginnt lange bevor der erste Schritt auf den Weg gesetzt wird. Wetterbericht, Höhenprofil und die eigene Kondition sollten vor jeder größeren Wanderung ehrlich eingeschätzt werden. Die aktuellen Sicherheitsempfehlungen für Bergwanderungen raten dazu, die Ausrüstung stets an die geplante Unternehmung anzupassen und Sonnenschutz grundsätzlich einzuplanen, unabhängig davon, wie das Wetter am Morgen aussieht. Gerade im Hochsommer verändert sich die Bewölkung in den Alpen oft binnen weniger Stunden, sodass ein Blick auf aktuelle Warnungen vor dem Aufbruch selbstverständlich sein sollte.

Wetterumschwung erkennen und richtig reagieren

Wolkentürme am Nachmittag, ein plötzlicher Temperaturabfall oder auffrischender Wind gelten als klassische Vorboten eines Gewitters im Hochgebirge. Wer solche Zeichen frühzeitig erkennt, kann rechtzeitig umkehren oder eine Schutzhütte ansteuern, statt auf einem exponierten Grat überrascht zu werden. Erfahrene Berggeher planen ihre Route deshalb so, dass anspruchsvolle Passagen am Vormittag liegen, wenn die Gewitterneigung noch gering ist. Wer diese einfachen Regeln verinnerlicht, erlebt die Sonnenseiten des Hochgebirges deutlich entspannter und kann sich ganz auf das Panorama konzentrieren. So bleibt am Ende nicht nur die Sicherheit gewahrt, sondern auch die Freude an einer Landschaft, die zu den eindrucksvollsten der Alpen zählt.